Dandy-Walker-Malformation
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GeburtGeburt
Ich heiße Sofie Lucia und wurde im März 2000 mit 2830 g und 48 cm geboren. Sie hatten schon im Mutterlaib entdeckt, dass meine Liquorräume erweitert sind. Meine Mama war sehr neugierig auf das kleine Wesen, dass ihr bereits ungeboren Sorgen gemacht hat. In der 35.+6 SSW war der grosse Tag, sie wollten mich raus haben, wegen des Hydrocephalus.

Meine Eltern und die Ärzte haben sich für einen Kaiserschnitt entschieden. Weil meine Mama mich unbedingt gleich sehen wollte, hat sie meine Geburt bewusst mit der Spinalanästestie erlebt. Ich musste gleich auf Frühchen umziehen, meine Mama durfte mich noch kurz sehen und berühren. Dann haben sich die Ärzte und später mein Papa um mich gekümmert.

 
DiagnostikDiagnostik
An meinem zehnten Lebenstag wurde ein MRT gemacht. Die Dandy-Walker-Fehlbildung und Zyste waren klar zu erkennen. Vorher hatten sie unter Sedierung noch ein EEG geschrieben, ich habe danach sehr lange geschlafen. Ich lass dann meine Mama weitererzählen, die weiß noch alles genau.

Bei meiner ersten Revision im Juni 2000 wurde ein CT gefertigt. Darauf war zu erkennen, dass sich meine Ventrikel und die Dandy-Walker-Zyste seit der Shunt-OP im April 2000 verkleinert haben. Die in regelmäßigen Abständen gemachten Sonografien zeigten das gleiche Bild.

Leider hatten wir bei meinen später folgenden Problemen mit schwankenden Hirndruck nur die CT-Aufnahme, die bei Hirndruck gefertigt wurde, als Vergleich. Wir hätten Aufnahmen benötigt, die während einer hindruckfreien Zeit gefertigt wurden, um die Situation richtig beurteilen zu können. Meine zweite Revision folgte deshalb auf Verdacht, bzw. weil ich eindeutig Hirndrucksymptome mit Erbrechen, Lichtempflindlichkeit und Übersteckung des Nackens zeigte.

 
GefühleGefühle
Ich war und bin seitdem ich erfahren habe, dass mein Kind eine Krankheit hat, immer wieder auf der Suche nach Infos. In der Schwangerschaft und die Monate dannach, sind meine Gefühle Achterbahn gefahren. Erst als ich mehr Infos hatte und Sofie endlich da war, ging es mir besser. Leider musste ich in dieser Phase feststellen, dass es sehr wenig Menschen gab, die uns wirklich weiterhelfen konnten.

Im nachhinein kann ich sagen, dass wir an der Aufgabe, ein besonderes Kind zu haben, gewachsen sind. Es ist nicht immer leicht, aber Sofies Kämpfernatur gibt uns immer wieder Mut. Sie ist ein fröhliches Kind, sehr interessiert an ihrer Umwelt und mit starken Willen.

 
ErnährungErnährung
Sofie wurde die ersten sechs Monate gestillt. Es war schwierig, sie an Flasche und Löffel zu gewöhnen. Mit stückigen Essen hatte sie lange Probleme. Anfangs störte auch das Hämangiom (Blutschwämmchen) an der Oberlippe. Weil sie häufig erbrach, vermuteten wir eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Allergie. Es lies sich aber kein Lebensmittel eingrenzen.

Seit ihrer Revision im Oktober 2001 steht fest, dass ihr der immer wiederkehrende Hirndruck auch bei der Nahrungsaufnahme Probleme machte. Sie kann jetzt relativ problemlos Essen und Trinken ohne zu Erbrechen. Eine Allergie hat sie auf Tomaten und Multivitaminsaft entwickelt. Wir versuchen die Lebensmittel zu vermeiden. Wenn es nicht gelingt, helfen die Fenestil-Tropfen kurzfristig recht gut.

 
UnterstützungUnterstützung
Besonders geholfen haben uns der Erfahrungsaustausch mit anderen Eltern und die Informationen, die wir von der Arbeitsgemeinschaft Spina bifida und Hydrocephalus e.V. erhalten haben. Über die Seiten der besonderen Kinder und deren Mailingliste kann man Kontakte knüpfen. Für Selbstbetroffene und Eltern gibt es unsere Mailingliste Dandy-Walker-Malformation.

Der Sozialverband VdK wirkt unterstützend bei Anträgen, Widersprüchen und Klagen im sozialen Bereich z.b. bei der Pflegeeinstufung, Feststellung der Schwerbehinderung, Hilfsmittelversorgung.